...und bitte verzeiht die Umzugskapriolen - wird wohl ein bisschen dauern, bis das alles so aussieht, wie ich mir das eigentlich vorstelle. :)

Der besondere Satz:"Wenn es leicht wäre, täte es jeder. Man muss gehen können, ehe man rennt."Das sagt der Gütige Mann zu Arya, die nun endlich eine Richtung auf ihrem bisher ziellosen Weg findet. Da taucht sie auch wieder auf, diese beliebte Geschichtszutat: Kleines schwaches Kind wächst über sich hinaus und in die Rolle eines Helden hinein.
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Und wer hat's entdeckt? Mal wieder die Michelbergers. |
Der besondere Satz:Zu guter Letzt. Ja, es gibt kleine Kostbarkeiten darin und ich vermute, für jeden eine andere. Manches plätschert in meinen Ohren leider nur etwas nichtssagend dahin - durchweg kann ich das Buch daher nicht empfehlen. Wo es für mich hingehört: An den Strand, wenn einen das Heimweh nach den deutschen Schranken packt oder auch wenn man sich besonders freuen mag, das man ganz weit weg ist.
"Eis mögen alle. Ich glaube: Weil Eis von allen Süßigkeiten die kindlichste ist. Man kann es nicht aufbewahren, sich nicht aufheben für morgen, man muss es jetzt essen, hier uns sofort, sonst ist es kein Eis mehr, sondern nur ein Fleck auf dem Boden. Alle Kinder sind Sofortisten, sie ertragen keinen Aufschub."
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Blumen sind ja wohl eine universelle Sprache, deswegen musste dieses unzerstörbare Wunder der Natur (für meinen blassgrünen Daumen immer wieder eine Herausforderung) mit auf das Bild. Darunter ein Buch, das ich mir nun wirklich schon unglaublich lange gewünscht habe - schön gebunden, mit den großartigen Lithographien von Gustave Doré: Wilde Reise durch die Nacht von Walter Moers. Vor unglaublich langer Zeit mein erstes Buch von ihm. Daneben: ein Geschenk, das ich mir ganz bescheiden, selber gemacht habe (hüstel). Ein Mitbringsel aus Londons schönstem Buchladen: The Secret Garden von Frances Hodgson Burnett. |
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Dazu muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Mit Alice im Wunderland schon wieder eines meiner drei Lieblingsmärchen und dass man meine Katze mit einem Jutebeutel zusammenbringt, ohne der Tierquälerei bezichtigt zu werden, gefällt mir ganz außerordentlich. |
...an dem galerielose Künstler noch heute Kunst an die Menschen bringen. |
Kleines Verwirrspiel am Dublin Castle. Fotografiert vom Dach der wunderschönen Chester Beatty Library, die wahren Meisterwerke der Buchkunst aus vielen Jahrhunderten ein Zuhause gibt. |
Der "Fairy Tree" auf dem Hill of Tara. Ein Bändchen verspricht einen erfüllten Wunsch sobald es sich in Nichts aufgelöst hat. |
Der wundervolle Hill of Tara selber, der der Legende nach einst der Sitz der Hochkönige war. |
Mein heiß erträumtes Zimmer in einem charmanten Bed & Breakfast in Belfasts schönem (intellektuell angehauchten) Süden. Hier treffen "Oxbridge", die (wenn ich jetzt noch einmal) wunderschöne (schreibe...) Universität, viele kleine Cafés und literarische Schwerenöter aufeinander. |
Auch Belfast hat eine von den vielen schönen Bibliotheken Irlands, die Linen Hall Library. |
Die Macht der Worte. |
Jetzt wird's spannend: Buchkunst im Modern Tate in London. Filmstar von John Latham hat mich daran erinnert, das Bücher nicht immer nur gelesen werden. Und genauso wie ein Buch immer wieder anders ist, wenn man es noch einmal liest, ist es bei diesem Werk: Die Seiten blättern sich gelegentlich durch vorbeiflitzende Asiaten um und schon entsteht eine neue Version... Ein schöner Gedanke. |
Das ist...einfach nur Kunst. Hey, aber leuchtende Worte, auch schön! |
Ganz versteckt im Dunkel meiner aufgebenden Kamera: ausgeschnittene Papierbuchstaben von Ewa Partum. Active Poetry bringt z.B James Joyces Ulysses unter die Menschen. An öffentlichen Plätzen. Nur schlau genug, sie zusammenzusetzen sollte man schon sein. |
Ich liebe Wortspiele. Vor allem, wenn sie lecker sind. |
Vorbeigehen ging einfach nicht. Darum hier ein Bild (Kusshand an Tolkien). |
Wunder-, wunder-, wunderschön! Daunt Books, Londons charmantester und ich meine auch, ältester Buchladen. So einen mag ich auch! |
Ja, hier! |
Agatha Christie hat ihre ersten fertiggestellten Manuskriptseiten meinem heißverehrten Robert Ripley vermacht, der die Welt mit seinen Odditorien und seinem Kuriositätensammelwahn beglückt(e). |
Wer errät's? |
Ja genau, 221b Baker Street. Zwar nicht die echte (fiktive), sondern ein paar Häuser weiter, aber liebevoll auf drei Etagen nachgebaut und mit lebendigen Miss Hudson-Kopien ausgestattet. |
Irene Adler macht ihre Aufwartung. |
Eine echte Perle! Berufswunsch: Baker Street Boy. Besonders wenn Dinos und Fische involviert sind. :) |
Die Fabelwelt hinterlässt überall in Eng- und Irland ihre Spuren. Hier mit Peter Pan im Hyde Park. |
Und der verspielt schöne und uralte Elfenbaum in den Kensington Gardens. |
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Und zu guter Letzt: Ich war hier und muss es aller Welt mitteilen! Henry V im shakespearschen Original, im Globe und im Stehen - Waaaaahnsinn. Ich muss äußerst dringend in diese wundervolle Stadt umziehen. |
Der besondere Satz:
"Er hört mir mit großer Aufmerksamkeit zu, und ich entdecke an ihm diese bei den Machtmenschen seltene Gabe, die einen erkennen läßt, wann die Parade aufhört, die Konversation, bei der jeder nur sein Gebiet markiert und seine Stärke demonstriert, und wann der echte Dialog beginnt."
Der besondere Satz:
"Ach ja, Max, ich weiß, das wird Dir weh tun, aber Du musst der Wahrheit ins Gesicht schauen. Es gibt Bewegungen, die sind weit größer als die Männer, die sie tragen."
Einen Anfang könnte der besondere Satz machen:So geht es Daniel Kuper, einem ganz normalen Jugendlichen in einem ganz normalen deutschen Ort. Nun ist die Normalität kaum mehr als schöner Schein und damit beginnen schließlich die Probleme. Es geschehen seltsame Dinge um Daniel herum, die ihm aus Sicht seiner Mitmenschen den Schuldstempel auf die Stirn drücken. Doch Daniel weiß es nicht, er weiß nicht, woher der Kornkreis kommt, der über Nacht auftaucht, oder die seltsamen Zeichen an den Häuserwänden. Ein wenig unbestimmte Mitschuld empfindet er als sein Mitschüler sich das Leben nimmt und ihm Wellen des Vorwurfs entgegenschlagen.
"Was stimmt nich?"
"Alles. Die ganze Welt. Du, ich - alles falsch."
"Aber manches fühlt sich doch richtig an, findest du nich?"
Der besonders schöne Satz:
Der Kandis knisterte, die Sahne wölkte an der Oberfläche.
Der besondere Satz:
"Dann schickte sie ihre Tochter hinaus, indem sie mit ihrem schönen, nackten, etwas dick gewordenen Arm wedelte, an dem das Diamantarmband glitzerte, das sie gerade von ihrem Mann geschenkt bekommen hatte und nur zum Baden ablegte."
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Quelle: http://9-eyes.com/post/20985228642 |
Der besondere Satz:
Das Letzte, was Pippin sah, bevor er einschlief, war die schattenhafte Gestalt des alten Zauberers wie er auf dem Boden saß und mit seinen knorrigen Händen zwischen den Knien einen glimmenden Span abschirmte.Und warum nun dieser Satz? Frodo kommt ja nicht darin vor, wird wohl so manchem durch den Kopf schießen. Ganz genau. Der kleine Hobbit hat sicherlich eine der wohl bedeutensten Figuren des Epos, aber ebenso auch seine Freunde, die bedingungslos und grundloyal zu ihm stehen. Für mich definiert Der Herr der Ringe den Begriff wahrer Freundschaft.